#41 - So scheitert deine PR nicht: Verstehe, wie der Redaktionsalltag in Tageszeitungen wirklich läuft

Shownotes

In dieser Podcastfolge nehme ich dich mit in den echten Redaktionsalltag von Tageszeitungen – dorthin, wo jeden Vormittag entschieden wird, welche Themen in die Zeitung kommen und welche im Papierkorb landen.

Aus meinen 15 Jahren Praxis und zahlreichen Besuchen in Redaktionen zeige ich dir, wie Ressortleiter und Redakteure denken, wann der Puls von Journalisten hochgeht und warum viele PR‑Aktivitäten genau an dieser Realität weit vorbeigehen. Die Erkenntnisse, die du hier mitnimmst, kannst du auch auf andere Medien umlegen.

Du erfährst, welche Fehler du dir bei Pitches an Tageszeitungen auf keinen Fall leisten solltest, wie du deine Themen so formulierst, dass sie in der Konferenz überhaupt eine Chance haben – und wie du zur verlässlichen Quelle wirst, an die Redaktionen immer wieder gern zurückdenken.

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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei Endlich in der Presse!

00:00:06: In diesem Podcast erfährst du, wie du Pressearbeit erfolgreich selber machen kannst.

00:00:11: In deine Lieblingsmedien kommst und so Schritt für Schritt zur nachgefragten Expertin oder Expertin wirst – gerade wenn du im Coaching-, Beratungs- oder Dienstleistungsbereich unterwegs bist.

00:00:23: Mein Name ist Eva Primavesi Und ich freue mich, dir Tipps und Impulse mitzugeben damit dein Business mehr Sichtbarkeit und Kundenanfragen bekommt.

00:00:33: Bist du bereit?

00:00:34: Dann legen wir gleich los!

00:00:38: Hallo und herzlich willkommen bei Endlich in der Presse.

00:00:42: Schön dass Du wieder dabei bist denn Ich möchte Dir mit dem Podcast zeigen wie Du als Experte oder Expertin Oder als kleines Unternehmern in die Medien kommst und Deine Sichtbarkeit clever hebelst.

00:00:56: Und vielleicht weißt du es, weil ich habe sicher schon einige Male erzählt.

00:01:00: Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich rund fünfzehn Jahre in einer Non-profit Organisation gearbeitet und in dieser Zeit habe ich natürlich auch unglaublich viel mit Journalisten zusammengearbeitet und richtig viel mit ihnen gesprochen.

00:01:17: Ich war mit der Non-Profit Organisation auch richtig viel in unterschiedlichen Redaktionen zu Besuch Das heißt, ich habe live in den Redaktionen mitbekommen.

00:01:30: Wie sie ticken?

00:01:31: Wie Sie entscheiden?

00:01:33: Wie sie arbeiten.

00:01:35: und an dieser Stelle muss ich dir auch sagen Ich bin immer wieder schockiert weil ich doch auch Mitarbeiter einer PR-Agentur oder von PR Agenturen kennengelernt habe Und diese Mitarbeiter haben noch nie eine Redaktion von ihnen gesehen.

00:01:53: Genau das ist der Punkt auch, warum ich diese Podcast-Folge mache.

00:01:58: Weil nur wenn du weißt wie die Abläufe in den Redaktionen ablaufen... Hurra!

00:02:05: Was für ein Wortspiel.

00:02:09: Kannst doch richtig gut PR machen.

00:02:12: Pressearbeit geht oft an Realität von Medien vorbei und ich will dass du genau diesen Fehler vermeidest.

00:02:20: Ich will, dass deine PR funktioniert und nicht scheitert.

00:02:26: Und dafür musst du einfach wissen, wie der Redaktionsalltag zum Beispiel in einer Tageszeitung aussieht.

00:02:33: Also was lernst Du in der heutigen Folge?

00:02:36: Ich möchte, dass Du weißt, wie so ein idealtypischer Redaktionalltag abläuft und natürlich ideal typisch weil er wird so in diesem Fall nie stattfinden!

00:02:46: Ich möchte das.

00:02:47: Du weisst, wie in der Reduktion Entscheidungen gefällt werden.

00:02:50: welches Thema kommt rein, welches?

00:02:54: Wann schält schnell der Puls von Journalisten so richtig in die Höhe?

00:02:59: Und ich möchte, dass du auch verstehst wie du dieses Wissen auch auf Tages- oder Wochenzeitungen umlegst.

00:03:07: Also, schnapp dir jetzt einen Kaffee und wir gehen jetzt gemeinsam in die Redaktion einer Tageszeitung!

00:03:15: Wie fängt dort der Tag an?

00:03:18: Die ersten Mitarbeiter kommen schon um sechs Uhr in der Früh.

00:03:21: das sind die, die in der Onlineabteilung arbeiten.

00:03:25: Die schauen natürlich, dass sie die ersten Meldungen raushauen.

00:03:27: Was ist denn so passiert in der Nacht?

00:03:29: Aber idealtypisch denken wir jetzt natürlich auch an die Printzeitung.

00:03:38: und was ich gemerkt habe in einer Zeitungsredaktion ist es eigentlich nie ruhig.

00:03:44: Stell dir vor, du gehst doch eine Klaas-Tür in einen großen offenen Raum.

00:03:48: Das ist der sogenannte Newsroom, das ist der heißeste Scheiß im Redaktionshimmel.

00:03:54: Das is nichts anderes wie ein Großraumbüro wo sich Schreibtisch an Schreibteschreit, Bildschirme an der Wand mit Nachrichtensendern, Monitore mit Agenturticker, d. h., die aktuellsten News, die da durchlaufen.

00:04:09: Es gibt Journalisten, die schreiben schon konzentriert am Schreibtisch.

00:04:12: Andere stehen in kleinen Krüppchen zusammen und irgendwo läutet immer ein Telefon.

00:04:19: Das ist jetzt einmal die Situation in einer ideal typischen Redaktion okay?

00:04:26: Jetzt ist es neun Uhr bei manchen ist es auch neununddreißig.

00:04:29: da startet die sogenannte Redaktionskonferenz.

00:04:34: das heißt dass ist ein Meeting wo die Ressortleiter sich zusammensetzen.

00:04:40: Die Ressort ist nichts anderes als die Abteilung, quasi die Arbeitsbereiche von den einzelnen Tageszeitungen.

00:04:48: da gibt es Politik, da gibt's Wirtschaft, da gibts lokales Kultur, Sport und Gesundheit und das ist immer ein bisschen unterschiedlich je nachdem wie die Zeitung aufgebaut ist.

00:04:59: Das heißt in diesem Meeting, in der Redaktionskonferenz kommen die Ressortleiter zusammen.

00:05:04: Auch die Chefredaktion vielleicht auch jemand aus der Online-Redaktion.

00:05:08: Die kommen zusammen und besprechen die morgige Ausgabe.

00:05:13: Und sie machen natürlich auch Pläne für die weiteren Ausgaben.

00:05:16: aber sie besprechen primär was soll morgen in der Zeitung stehen?

00:05:21: Da gibt es eine ganz klare Struktur.

00:05:24: Jede Ressortsleiter sagt Was ist seit gestern passiert?

00:05:27: Was liegt bei ihm am Tisch, welche Termine stehen an.

00:05:30: Gibt es irgendwelche wichtigen Pressekonferenzen, irgendwelchen wichtigen Interview-Termine?

00:05:36: Was ist passiert und was wird heute passieren?

00:05:39: Was davon ist

00:05:40: wichtig?".

00:05:41: Und Sie stimmen jetzt quasi alle gemeinsam Ressort für Ressorts.

00:05:46: Stimmen sie ab, welche Themen Sie morgen bringen wollen!

00:05:51: Und das hängt natürlich vom Nachrichtenfaktor ab, passt es auch zur Zielgruppe der Tageszeitung.

00:05:57: Gibt es genug Ressourcen?

00:05:58: Sprich gibt es genug Journalisten die das abarbeiten können?

00:06:01: Gibt's genug Reporter die heute vielleicht irgendwo hinfahren oder müssen sie deswegen ein Thema fallen lassen?

00:06:09: Es geht also immer um Relevanz und es geht immer um Ressoursen.

00:06:15: Was ist Tages aktuell wichtig?

00:06:17: was wollen denn die Menschen alles wissen?

00:06:20: Gibt es starke Bilder dazu?

00:06:22: Müssen sie diese Bilder selber machen, kann man die kaufen.

00:06:25: Gibt das starke Geschichten?

00:06:26: gibt es Experten dahinter die das einordnen können?

00:06:31: und jetzt kommt der Punkt der für dich entscheidend ist.

00:06:34: in genau dieser Redaktionssitzung fallen die Entscheidungen ob ein Thema gebracht wird oder nicht.

00:06:43: wenn also die redaktion deinem pitch diskutiert dann muss klar sein was ist da aufhänger Warum heute oder warum muss es quasi zeitnah publiziert werden?

00:06:55: Was haben die Leser davon, außer dass es Werbung für dich ist.

00:07:00: Und in dieser Redaktionssitzung ist.

00:07:02: nach einer halben Stunde, Stunde ist die Liste voll.

00:07:06: Da wissen die Leute dann was kommt auf die Titelseite, welche größeren Reportagen machen sie heute oder zeitnah, was sind die kürzeren Meldungen, die reinkommen, wer ist dafür zuständig inklusive Deadline.

00:07:20: Das ist ja mal so die Redaktionssitzung, das Kernelement jeder Tageszeitung.

00:07:26: Und dann schauen wir noch einmal ganz konkret hin wer entscheidet was in der Redaktion entscheidet?

00:07:33: die Scheifredaktion oder den Ressortleiter?

00:07:35: also Ressorte?

00:07:36: haben wir schon besprochen für Politik Wirtschaft Kultur Gesundheit welche Themen veröffentlicht werden weil diese Personen tragen eine Gesamtverantwortung für die Ausrichtung der Zeitung.

00:07:50: Passt das, was da drinnen steht.

00:07:52: Passt es zur Blattlinie, passt das zu den Interessen von den Lesern und den Leserinnen?

00:07:58: Und dann wenn diese Entscheidung gefallen ist, dann ziehen die Redakteure los.

00:08:04: Sie führen Interviews, sie gehen zur Pressekonferenzen, Sie schreiben Artikel, Sie schreiben die Texte.

00:08:10: Idealtypisch!

00:08:12: Redaktionskonferenz Die Entscheidungen werden gefallen, die Redakteure ziehen los Führen Interviews Gehen zur Pressekonferenz Schreiben die Artikel Und genau dieser idealtypische Zustand tritt eigentlich nie ein.

00:08:25: Ja, weil die Pressekonferenz ist vielleicht an einem anderen Tag.

00:08:27: der Experte hat keine Zeit heute für einen Interview.

00:08:29: das ist vielleicht erst in drei Tagen.

00:08:31: Das meine ich jetzt mit ideal typisch dass in der Früh wird entschieden was kommt in die Zeitung und danach gehen die Redakteure los und holen sich alle Infos damit sie die Artikel und Texte schreiben können.

00:08:46: Und das ist auch der Grund warum ich diese Folge mache.

00:08:48: Wenn du als selbstständiger, als Coachberater, Trainer und als Expertin das einmal weißt.

00:08:56: Das einmal gesehen hast, dann weißt du auch ganz genau dass du anders pitchen musst als nur eine klassische Pressemitteilung zu schreiben.

00:09:06: Für deine PR bedeutet das natürlich Du brauchst die richtigen Redakteure Das heißt die Redakteure eines Ressorts, also eines Arbeitsgebiet wie Gesundheit, Kultur, Innenpolitik, Außenpolitik, Chronik was auch immer.

00:09:22: Das heißt du brauchst die richtigen Redakteuren Du brauchst vielleicht den Ressortleiter.

00:09:27: Beides sind die richten Ansprechpartner für dich.

00:09:30: Bei kleinen Magazinen und Zeitungen kann das natürlich auch der Chefredakteur oder die Chefredaktorin sein weil die entscheiden aufgrund der Gesamtgestaltung der Zeitung, wer welchen Platz bekommt.

00:09:45: Mir rollt es immer noch die Zähnägel auf, wenn ich dann höre.

00:09:48: Das vor allem auch Agenturen, Massenmails an redaktionatdiezeitung.at oder .de raus schicken.

00:09:56: Oder einfach Massenmeals nach dem Gießkannenprinzip ausschicken ohne überhaupt zu wissen wer in welchem Ressort für was zuständig ist?

00:10:05: Dann wundert es mich nicht dass die Journalisten einfach wahllos die E-Mails löschen.

00:10:13: Wenn du es unpersönlich reinschickst, kommt's unpersöhnlich wieder raus.

00:10:17: Und gerade heute habe ich mit einer Kundin gesprochen und sie hat gesagt die Journalistin hat so lieb zurückgeschrieben und hat gemeint Ich bin jetzt ein bisschen spät mit dem Thema aber das macht gar nichts.

00:10:28: wir können uns was gemeinsam für den Herbst überlegen.

00:10:32: menschliche Ansprache menschlicher Antwort und dass irgendwo ist das doch auch natürlich weil wir sind doch alle nur Menschen.

00:10:42: Okay, und das möchte ich dir mit dieser Podcastfolge zeigen.

00:10:45: Auch Journalisten sind nur Menschen!

00:10:50: So jetzt kommen wir zu dem Punkt Redaktionsschluss.

00:10:55: Von den Tageszeitungsschonalisten weiß ich einfach auch Sie müssen die Texte, die Inhalte für die Printausgabe am frühen Nachmittag ins System eingeben, ins Redaktionsystem eingeben Und das ist da meistens zwischen vierzehn und sechzehn Uhr.

00:11:10: Das heißt, der Vormittag oder die Mittagszeit ist einfach ein Wettlauf mit der Zeit.

00:11:17: Vormitag später vormittage, zeitiger Nachmittag das ist die Zeit in der die Redakteure hochfokussiert an den Texten schreiben wo die Kollegen noch diskutieren ob sie eine Geschichte kürzen oder die Geschichte mehr Platz bekommt.

00:11:32: ja das hängt doch immer von den Werbeplätzen ab.

00:11:35: bucht er jetzt noch einer kurzfristig eine Werberanzeige hinein, da muss der Text gekützt werden oder er muss verlängert werden weil irgendwo was weggefallen ist.

00:11:43: Passiert!

00:11:45: Das ist aber auch die Zeit wo vielleicht noch hektisch telefoniert wird um ein wichtiges Statement zu bekommen von einem Experten der etwas ja einordnen kann.

00:11:57: und Wie genau musst du jetzt deine PR anlegen, damit du gelesen wirst?

00:12:03: Ja und ich denke spätestens jetzt ist es klar ein langes, werblich geschriebenes E-Mail mit einem unklaren Thema.

00:12:11: Mit einer unklaren Betreffzeile wo kein gut erkennbarer Aufhänger da ist.

00:12:18: Das schauen die Journalisten wenn überhaupt nur kurz an ziehen die Augenbraue hoch und dann delete wird das E-mail gelöscht.

00:12:28: Wenn du hingegen ein knappes, gut strukturiertes E-Mail schreibst wo das Thema klar ist.

00:12:33: Die Relevanz klar ist Wo die Journalisten sehen da steht eine Experte im Mittelpunkt.

00:12:40: Ja!

00:12:41: Das wird gelesen und vorgemerkt Vielleicht sogar intern weitergeleitet.

00:12:46: Darüber freut sich ein Journalist.

00:12:52: Aus meiner Zeit in der Non-profit Organisation kann ich dir auch sagen, Ich habe es selber erlebt.

00:12:57: Gerade bei Tageszeitungen kommt das oft vor.

00:13:01: Wenn eine gute Geschichte, wo das Interview geführt wurde Wo sie eingeplant war für ein bestimmtes Datum Und plötzlich passiert irgendwas und die Geschichte fliegt raus Weil einer Eilmeldung reingekommen ist weil irgendwo Ein Todesfall, einen Unfall, ein Urteil Eine wichtige politische Entscheidung Dann kriegt das auf einmal mehr Relevanz, als was wir in der Non-Profit gemacht haben und das Thema fliegt raus.

00:13:31: Aber das Thema, deine Geschichte, fliege nur für diesen Tag raus!

00:13:34: Wer wenn die Geschichte mal geschrieben ist, zu neunundantig Prozent kann ich dir sagen... ...der Artikel wird zum nächsten nixbesten Zeitpunkt seinen Platz bekommen.

00:13:47: Und ich erlebe es auch immer wieder aufgrund der ganzen Hektik im Journalistenalltag, dass die Journalisten erleichtert reagieren wenn du nachhackst.

00:13:58: Wenn die Journalistens erleichter reagieren und uns wissen, die Expertin also du warst sofort erreichbar oder du hast zeitnah zurückgerufen oder du hattest sich gemeldet und geschrieben weil du Zeit hast und einfach dadurch signalisierst du.

00:14:15: Ich verstehe, wie die Prozesse sind und du rettest so auch manchmal dem Journalisten den Arsch.

00:14:22: Kann man auch sagen?

00:14:23: Kann man einfach so stehen lassen!

00:14:24: Wir sind alle nur Menschen, warum uns nicht gegenseitig helfen.

00:14:31: Deine Chancen.

00:14:36: Innengesprächen, die ich mit den Journalisten und Redakteuren geführt habe gibt es eine Botschaft, die immer und immer wieder gekommen ist und die Journalisten suchen händeringend Menschen, Experten, die gerne zeigen wie sich große Themen im Alltag ankommen.

00:14:59: Zum Beispiel Unternehmer, die von einer gewissen Entwicklung am Markt betroffen sind etwa von steigenden Kosten, von neuen Gesetzen vom gesellschaftlichen Trends.

00:15:08: sie brauchen Coaches Berater Trainer, die täglich mit den Sorgen und Fragen ihrer Zielgruppe arbeiten.

00:15:15: Und auch das ist ein weites Feld, dass Tageszeitungen interessiert.

00:15:20: Und natürlich werden noch immer händeringend Experten gesucht die komplizierte Themen so runterbrechen können, dass die Leser etwas damit anfangen können.

00:15:32: und ich erinnere mich eine Redakteurin von einer Lokalzeitung hat mir auch einmal gesagt Die Menschen aus der Region sind so wichtig.

00:15:41: Wir erzählen über die Region über die Menschen, die hier leben.

00:15:48: Das heißt wenn jemand aus unserer Stadt etwas Spannendes macht oder ein wichtiges Problem löst dann ist das schon rein PC immer interessant für die lokalen Medien und genau das sind deine Chancen.

00:16:04: Lokale regionale Tageszeitungen sind extrem nah an den Menschen dran und sie genießen ein hohes Vertrauen in der Region.

00:16:17: In Wochenzeitungen auf der anderen Seite, die haben dafür mehr Platz und mehr Raum für ausführliche Artikel wie Hintergründe – sie können Hintergrunde beleuchten, sie können Serviceartikel schreiben oder ja Unternehmerportreis sogar wenn du etwas gut erklären oder einordnen kannst.

00:16:41: Und von vielen Journalisten weiß ich auch Ja, die lesen auch andere Medien nicht nur ihr eigenes für das sie arbeiten.

00:16:48: Das heißt Sie sind online unterwegs.

00:16:50: Sie lesen alle möglichen Bringzeitungen.

00:16:52: Sie hören auch Radio oder sie hören auch Podcasts.

00:16:55: Das heisst selbst wenn du klein anfängst.

00:16:57: in einer regionalen Zeitung kann es dazu führen dass sich jemand aus einem anderen Medium entdeckt anspricht und interviewt ja?

00:17:06: Und das ist dann kein Zufall sondern das is ganz einfach die logische Folge, dass wenn du es einmal in einem Medium geschafft hast das auch die richtigen Leute lesen.

00:17:16: Und darüber hinaus natürlich!

00:17:20: Ja spannend, spannend.

00:17:22: und jetzt möchte ich dir zum Schluss noch die drei wichtigsten Learning aus fünfzehn Jahre NGO-Praxis mitgeben weil ich einfach ganz viel auch mit Journalisten zu tun habe.

00:17:41: immer an den Lippen hängen eigentlich und da gibt es einen roten Faden, der sich immer durchzieht.

00:17:46: Und mein Tipp Nummer eins ist Hör auf wie eine Agentur zu denken.

00:17:51: fang an mehr als in einer Redaktion zu denken.

00:17:53: werden Journalisten zu denken.

00:17:55: Ich habe so oft erlebt dass eine Per-Agentur in erster Linie das pitcht was der Kunde unterbringen will Anstatt wirklich hinzuschauen.

00:18:04: Was brauchen die Journalisten?

00:18:05: Wie brauchen sie es?

00:18:05: vor allem aufbereitet?

00:18:08: Das heißt du musst deine Perspektive drehen.

00:18:11: Geh vom Alltag im Newsroom aus.

00:18:13: Wie viel Zeit, wie viele Mails können Sie lesen?

00:18:16: Wie hoch ist der Druck?

00:18:17: Der Zeitdruck vor allem.

00:18:19: Und jedes E-Mail, das du weggeschickst fragt dich da würde ich das öffnen?

00:18:24: Würde ich das Thema in einer Konferenz vorschlagen?

00:18:26: oder klingt es mehr wie eine Werbeanzeige?

00:18:28: Dein Ziel ist nicht dass die Menschen, dass die Zeitungen über dich berichten Sondern dass du mit einer guten Geschichte punktest Du eine wichtige Stimme der Branche bist.

00:18:40: Tipp Nummer zwei Ich kann es nicht oft genug wiederholen, mach deine Hausaufgaben bevor du Journalisten anschreibst.

00:18:48: Und ich kann dir aus der Praxis einfach nur sagen, Journalisten lieben Experten die vorbereitet sind weil sie einfach keine Geduld haben lange Romane zu lesen also Emails.

00:18:59: Gut vorbereitet heißt das Thema kurz und knackig runterbrechen gut strukturiert aufarbeiten vielleicht mit einer gewissen journalistischen Denkweise zu versehen und dann erst los schicken.

00:19:13: Und vor allem, schau auch, stell dir sicher dass du gute Fotos von der hast, professionelle druckfähige Fotos vom der hast.

00:19:20: Dass du eine Kurzinfo über dich hast damit das die Journalisten ja in den Artikel einarbeiten können.

00:19:28: und vor allem auch bitte schaue, dass du eine vernünftige Webseite hast oder einen vernünftig Social Media Profil wo man innerhalb von dreißig Sekunden versteht Wofür du stehst, was du anbietest?

00:19:41: Was dein Schwerpunkt ist.

00:19:44: Was deine Haltung ist zu einem gewissen Thema.

00:19:46: und dann fällt es den Journalisten natürlich umso leichter ja zu dir zu sagen Ja zu dir als Expertin oder Experte.

00:19:56: Und jetzt der letzte Tipp, Tipp Nummer drei auch ganz ganz wichtig.

00:20:00: Ich möchte dass Du zu einer zuverlässigen Quelle für Journalisten wirst.

00:20:09: wirklich eines gelernt.

00:20:11: Sie merken sich Menschen, auf die sie sich verlassen können und sie merken natürlich auch die auf diese sich nicht verlassen kann.

00:20:18: also dir die großspurig daherkommen Sachen versprechen aber dann einfach nicht abliefern so was wie ein Fotoschicken sowas wie einen Einblick auf einen Text zu werfen noch einmal eine Antwort zu geben das heißt überlegt ihr Wie kannst du für eine Redaktion zu einer verlässlichen Quelle werden?

00:20:37: Heißt nichts anders als, wie kannst du eine gute Arbeitsbeziehung zu Journalisten aufbauen?

00:20:44: Ja und dann kannst du durchaus dich mehrmals im Jahr bei dieser Person melden und immer wieder einen neuen Themenvorschlag bringen wenn sich etwas Wichtiges tut in deiner Branche.

00:20:54: Du weißt jetzt Business, du bleibst freundlich, du bliebst professionell.

00:20:58: Wenn ein Thema einmal nicht relevant ist, is es denn so?

00:21:01: auch okay heißt nicht dass du schlecht bist.

00:21:05: Und auf diese Art Kommst du auch in die Köpfe der Journalisten hinein?

00:21:11: Kommst Du in der Telefonhinein, wo sie dich dann anrufen können wenn Sie einen Experten brauchen.

00:21:16: und ich glaube das wollen wir doch alle dass wir in naher Zukunft von den Journalisten aktiv angerufen werden wenn sie eine Expertin oder einen Experte braucht.

00:21:27: Und dann ist PR kein Kampf mehr keine Bittstellung sondern wirklich eine gute Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe.

00:21:36: Ja mein Fazit!

00:21:39: Alles Was du heute über den Alltag in Tageszeitungen gelernt hast, lässt sich natürlich auch auf Wochen- und Monatsmagazine umlegen.

00:21:50: Die haben nur einen anderen Rhythmus!

00:21:53: Statt den täglichen Redaktionssitzungen gibt es dann vielleicht wöchentliche oder monatliche Meetings.

00:21:59: Beim Radio weiß ich, gibt sogar manchmal nach jeder Sendung ein Meeting Weil das Ziel dieser Sitzungen ist es, die bestmöglichen Infos für die Leser, für die Zuseher und für die Zuheurer zu ermöglichen.

00:22:11: Dass sie natürlich auch wieder die Zeitung kaufen, die nächste Zeitung kaufen, die Sendung anhören oder sich die nächste Sendung wieder ansehen.

00:22:21: Und mein Blick nach fünfzehn Jahren PR-Arbeit... Eigentlich nein!

00:22:24: Es sind ja eigentlich schon fast zwanzig Jahre per Arbeit aber fünfzehnte Jahre in einer Nonprofit.

00:22:30: Ist mir eines klar?

00:22:33: Pressearbeit funktioniert dann am besten, wenn du die Welt der Redaktionen verstehst und kennst.

00:22:40: Und jetzt hoffentlich nicht nur aus der Theorie sondern auch mit Praxiseinblicken.

00:22:46: Wenn du beginnst ein bisschen zu denken wie eine Redaktion in Geschichten, in Relevanz, im Timing und nicht klingst wie die klassische Werbeabteilung, dann wirst du für Journalisten interessant.

00:22:59: Dann wirst Du auch für Deine Zielgruppe sichtbarer und relevant.

00:23:05: Und du weißt, wenn du lernen möchtest wie du deine Themen so positionierst dass die Redaktionen fast automatisch an dich denken und nur ja sagen können dann hörte natürlich auch gerne andere Folgen von meinem Podcast an.

00:23:20: oder du kontaktierst mich für ein Erstgespräch wo wir schauen können wie viel gut miteinander arbeiten können.

00:23:27: An dieser Stelle bleibt nun mal übrig Ein herzliches Dankeschön zu sagen.

00:23:32: Danke, dass du heute mit mir mit einem Kaffee durch die Redaktionen gegangen bist und dir den Alltag dort angeschaut hast!

00:23:39: Und ich hoffe, du schaust ja jetzt deine Lieblingszeitung mit neuen Augen an... ...und überlegte gerne wo könntest du mit deiner Geschichte drinnen sein?

00:23:50: Ich freue mich wenn du nächstes Mal wieder dabei bist.

00:23:53: Ich freue mich, wenn du ein Erstgespräch buchst.

00:23:56: Auch wenn du jetzt bald bei meinem kostenlosen Webinar dabei bist, wo es um die Planung deines Pressejahres geht und ich freue mich natürlich, wenn ich dir helfen darf dich in die Zeitung zu bringen!

00:24:10: In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderschönen Tag und ich freu mich auf bald!

00:24:16: Alles Liebe deine Eva.

00:24:20: Schön, dass Du heute mit dabei warst und ich hoffe, du konntest viel für Dich mitnehmen.

00:24:25: Weitere Infos zu mir und meiner Arbeit findest Du auf meiner Webseite www.evaprimavesi.com.

00:24:32: Wenn Du wissen möchtest ob Deine Expertise Potenzial für die Presse hat dann biete ich Dir einen unverbindlichen Presse-Check an.

00:24:40: Gehe dafür auf meine Webseiten www.evaprimavesii.com oder klicke auf den Link in den Show Notes und buche dir ein passendes Zeitfenster.

00:24:52: Ich gebe dir meine ehrliche Einschätzung, und erzähle dir auch wie ich dich auf dem Weg in die Presse unterstützen kann.

00:24:59: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:25:00: Und ich freue mich wenn du in der nächsten Folge wieder mit dabei bist – und denkt daran!

00:25:05: Presserarbeit kann auch ganz leicht gehen.

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